Die letzten Zeugen - Das Buc
Die Allee der Gerechten



Die Allee der Gerechten in Linz.

Zu den Zeitzeugen-Terminen


Die Allee der Gerechten  ist eine Verbeugung vor jenen 90 Männern und Frauen, die in der dunkelsten Zeit Österreichs, Menschenleben gerettet haben.

So wie der Deutsche Oskar Schindler, dessen Geschichte durch den Film „Schindlers Liste“ bekannt wurde.

Doch die Namen der österreichischen Gerechten, deren Taten eindrucksvoller nicht sein könnten, sind weitgehend unbekannt.

Um die Lebensgeschichten dieser großen Vorbilder einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln, werden die Gerechten und ihr couragiertes Handeln nun in ganz Österreich präsentiert - in einer einzigartigen Installation aus stilvoll gestalteten Transparenten, schlichten Lese.Zeichen zum Mitnehmen und spannenden Veranstaltungen mit den Letzten Zeitzeugen.

Es ist besonders wichtig, an jene zu erinnern, denen das Schicksal rassisch, politisch oder religiös Verfolgter nicht gleichgültig war und die ihr Leben riskierten, weil sie nicht bereit waren, ihre Ideale und ihre Mitmenschlichkeit zu opfern. Die Auseinandersetzung mit den Gerechten von damals kann heute mithelfen, Menschen zu Zivilcourage zu ermutigen.

Es sind Menschen wie Raimund Titsch, der gemeinsam mit Julius Madritsch und Oswald Bosko Hunderte Juden vor der Deportation ins KZ rettete, indem sie diese in mehreren Fabriken beschäftigten. Wie Anna Maria Haas aus Wien, die zunächst in ihrer eigenen Wohnung eine Familie vor den Nazis versteckte und danach Sidonie und Josef Rubin-Bittmann half, im Untergrund zu überleben – samt deren mitten im Holocaust im Keller geborenen Sohn Fritz. Wie Franz Leitner aus Wiener Neustadt, der im KZ Buchenwald mehr als 150 Kinder vor der Ermordung gerettet hat. Wie Edeltrud Posiles, die gemeinsam mit ihrer Schwester über Jahre hinweg drei Männer versteckt hielt.

Diese Männer und Frauen kamen aus allen Schichten der Bevölkerung: Es waren Ärzte, Schauspieler, Bauern, Polizisten, Soldaten, die ihrem Gewissen folgend unter Einsatz ihres Lebens und ohne finanzielle Gegenleistung Juden gerettet haben – humanistisches Handeln mit Herz und Hirn: Zivilcourage. So erfahren die Namen und Geschichten jener Österreicherinnen und Österreicher, die als Gerechte unter den Völkern gelten, weil sie Menschen vor der Ermordung durch die Nazis gerettet haben, jene Aufmerksamkeit, Öffentlichkeit und Ehre, die sie verdienen.

Die Auseinandersetzung mit ihren Taten kann mithelfen, gegen Rassismus zu immunisieren und bewusst machen, dass es immer möglich ist, zu helfen.

Auf würdevoll gestalteten Transparent-Stoffen werden die Namen und Taten der 90 Gerechten vorgestellt.

Zudem werden zu jedem einzelnen/jeder einzelnen Gerechten Lese.Zeichen mit seiner/ihrer persönlichen Lebensgeschichte gestaltet. Diese „Lese.Zeichen“ werden rund um den Ausstellungs-Ort verteilt.

Ein für alle sichtbares Zeugnis dafür, dass es selbst in dunkelsten Zeiten möglich ist, sich menschlich zu verhalten.

Die "Allee der Gerechten" wurde erstmals im Mai 2011 auf der Wiener Ringstraße - zwischen Oper und Burgtheater - installiert. Im Mai 2012 wurde der Neue Platz in Klagenfurt zur Allee der Gerechten. Im August wurde der Kurpark in Salzburg zur Allee der Gerechten und im Oktober 2012 war die Ausstellung in der Grazer Mariahilferstraße zu sehen. Im November 2013 waren die Fahnen der 90 Gerechten im Innenhof des Linzer Ursulinenhofs. Im Jahr 2014 soll die Ausstellung nach St. Pölten und Innsbruck kommen.




 "Allee der Gerechten" in Salzburg                                    

 




 

 

 

 

 

"Allee der Gerechten" in Klagenfurt

  

 

 

 

 

 

 

 

"Allee der Gerechten" in Wien