Die letzten Zeugen - Das Buc
Liste der Opfer
 
 
 

Auflistung von 1 bis 50 von 327

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frei

Heinrich Bäcker

1200 Wien, Bauerlegasse 34

Rosenprojekt frei

Sali Bäcker

1200 Wien, Bäuerlegasse 34

Rosenprojekt frei

Moses Baran

1010 Wien, Bauernmarkt 9/17

Rosenprojekt frei

Olga Baran

1010 Wien, Bauernmarkt 9/17

Rosenprojekt frei

Regina Barcheles

1200 Wien, Bäuerlegasse 29

Rosenprojekt frei

Adolf Bauer

1010 Wien, Fleischmarkt 22/41

frei

Albert Bauer

1090 Wien, Porzellangasse 22a

Rosenprojekt frei

Albert Bauer

1020 Wien, Ferdinandstrasse 23

Rosenprojekt frei

Alfred Bauer

1020 Wien, Förstergasse 7/23

frei

Alois Bauer

1090 Wien, Scheuchgasse 24/12

frei

Alois Bauer

1170 Wien, Zwerngasse 16

Rosenprojekt frei

Amalia Bauer

1030 Wien, Gärtnergasse 7/8

Rosenprojekt frei

Anna Chane Bauer

1020 Wien, Nickelgasse 1/6

Rosenprojekt frei

Anni Bauer

1090 Wien, Hörlgasse 16

Rosenprojekt frei

Armin Bauer

1020 Wien, Czerningasse 5/22

Rosenprojekt frei

Arnold Bauer

1010 Wien, Gonzagagasse 19/10

frei

Aron Bauer

1020 Wien, Schmelzgasse 9

frei

Barbara Bauer

1020 Wien, Rotensterngasse 13/14

Rosenprojekt frei

Bassie Bauer

1020 Wien, Czerningasse 2/31

Rosenprojekt frei

Benjamin Bauer

1020 Wien, Rembrandtstrasse 22/19

frei

Bernhard Bauer

1020 Wien, Lichtenauergasse 7/31

frei

Bernhard Bauer

1020 Wien, Haidgasse 7/4

frei

Bernhard Bauer

Amsterdam, Kr. Houtstraat 7

frei

Berta Bauer

1020 Wien, Schmelzgasse 9

frei

Berta Bauer

1090 Wien, Rögergasse 29

frei

Berta Bauer

1020 Wien, Schwarzingergasse 2/5

frei

Bertha Bauer

Amsterdam, Kr. Houtstraat 7

frei

Blanka Bauer

1010 Wien, Postgasse 16/1

frei

Blanka Bauer

1010 Wien, Seilerstätte

frei

Clara Bauer

1090 Wien, Porzellangasse 22a/7

Rosenprojekt frei

Dwora Bauer

1200 Wien, Treustrasse 11/16

frei

Edgar Bauer

1140 Wien, Meiselstr. 69/15

Rosenprojekt frei

Elfriede Bauer

1020 Wien, Untere Augartenstrasse 35

Rosenprojekt frei

Elisabeth Bauer

1020 Wien, Förstergasse 7/23

Rosenprojekt frei

Elisabeth Bauer

1020 Wien, Grosse Stadtgutgasse 7/22

Rosenprojekt frei

Elkan Bauer

1020 Wien, Tandelmarktgasse 11/10

Rosenprojekt frei

Elsa Bauer

1020 Wien, Rembrandtstrasse 22/7

Rosenprojekt frei

Elsa Bauer

1020 Wien, Rembrandtstrasse 34

Rosenprojekt frei

Elsa Bauer

1020 Wien, Rotensterngasse 33

Rosenprojekt frei

Else Bauer

1020 Wien, Heinestrasse 32

Rosenprojekt frei

Emil Bauer

1130 Wien, Aubergerweg 3

Walter Gohli aus Bregenz legte an der letzten Adresse
von Else Bauer Blumen der Erinnerung nieder.

Else Bauer

Geburtsdatum: 03.06.1904 in

Letzter bekannter Wohnort:

1020 Wien, Heinestrasse 32

Deportation

Wien/Izbica am 05.06.1942


Geschichte des Opfers

recherchiert im Jahr 2003 von Vanessa Mükisch (14), BG Bad Ischl

Else Bauer wurde am 3. Juni 1906 in Wien geboren. Über ihre Familie,ihren ledigen Namen, ihre Schulbildung haben wir trotz Recherche beim Wiener Meldeamt nichts erfahren. Regine Muskens gab mir die Information, dass eine Adresse Schönererstraße (=Heinestraße), eine weitere Rotensternstraße 23/18 war. Beide liegen im 2. Bezirk, der als "jüdischer" Wohnbezirk bezeichnet werden kann. Sie wird die Lagerbildung der 1. Republik, die wirtschaftliche Not, die kurze Zeit des Aufschwungs genau miterlebt haben. In dieser Zeit wird sie ihren sehr viel älteren Gatten Samuel, geb. 1881, geheiratet haben. Sicher war sie von den Unruhen rund um den Justizpalastbrand sehr erschüttert, damals war sie 23 Jahre alt. Den Antisemitismus wird sie sicher deutlicher zu spüren bekommen haben, als ab 1933 Österreich als autoritärer Staat regiert wurde. Lebensbedrohlich wurde es für sie nach dem "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich. Sicher konnte sie Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölkerung beobachten. Wahrscheinlich war sie selbst von den "Arisierungen", z. B. von Wohnungen betroffen. Vielleicht blieb sie aus Rücksicht auf ihre alten Eltern in Wien, von wo sie 1942, also mit 36 jahren deoportiert wurde. Zwei Tage nach ihrem Geburtstag wurde sie mit dem letzten der 4 Transporte vom Aspangbahnhof nach Izbica deportiert.Wahrscheinlich war auch ihr Gatte Samuel, geb. 12.6. 1881 im selben Transport. Izbica galt als "Warteraum" für das Vernichtungslager Belzec. Im Oktober 1942 wurden 10 000 Juden auf dem Bahnhof Izbica zusammengetrieben, 5000 wurden abtransportiert. Bei der Selektion kam es zu einem Massaker, bei dem ca. 500 Menschen erschossen wurden. Wir wissen, dass niemand der insgesamt 4000 österreichischen Juden überlebte. Wir sind uns sicher, dass Else Bauer ganz schreckliche letzte Wochen verlebte. Recherche: War schwierig, mit wenig konkreten Ergebnissen, aber viel Allgemeininformationen: Arbeit im ZeitgeschichteMuseum zur Zeit der Ersten Republik,video-Film zu KZ Ebensee im Zeitgeschichte Museum, Lehrausgang: Bedenkstätte, Gespräch mit einem Zeitzeugen. Informationen:GS-Buch und Unterricht, DÖW, Widerstand und Verfolgung in Wien, BD 3 etc.



Dieser Brief stieg am 5. Mai 2003 an einem Luftballon in den Himmel

Liebe Else! Ich habe erfahren, dass du auch ein Nazi-Opfer gewesen bist und mit deinem Gatten in Wien gelbt hast. ich kann verstehen, wie schlimm diese Zeit für dich gewesen sein muss. ich kann auch nachfühlen, wie grausam die Leute zu dir gewesen sin, als sie dich auf der Straße angriffen und emütigten.Ich glaube, ich hätte in dieser Zeit als Jüdin Selbstmord begangen und finde, dass du großen Mut bewiesen hast, da alles über dich ergehen zu lassen.Ich kann einfach nicht verstehen, wie sich leute so beeinflussen lassen konnten. Am liebsten würde ich die Zeit zurückspulen und euch allen helfen. Doch es wird niemals möglich sein, in der Vergangenheit zu helfen, ABER in der Zukunft.



Brief an die Zukunft

Ich hoffe, dass diese grausamen Ereignisse vergangenheit bleiben und die Leute zur Vernunft kommen, sodass eines Tages die Welt von friedlichen und glücklichen Menschen bewohnt wird. Jeder Mensch soll doch die Chance haben ein friedvolles und schönes Leben zu führen. Ich kann einfach nicht verstehen, dass manche Leute Menschen mit anderer Hautfarbe verabscheuen und terrorisieren. Sie kennen diese Personen doch überhaupt nicht. Allein die inneren Werte zählen. Stellt euch vor, ihr wäret die betroffene Person, die ausgeschlossen und verachtet wird. Wenn wir den anderen Menschen eine Chance geben, wird ein gemeinsames und glückliches leben viel schöner als ein hass- und kriegserfülltes Leben.



Die Erstellung der Datenbank beruht auf
den vom DÖW - Dokumentationsarchiv des
Österreichischen Widerstandes - zur Ver-
fügung gestellten Forschungsergebnissen.


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