Die letzten Zeugen - Das Buc
Liste der Opfer
 
 
 

Auflistung von 101 bis 150 von 168

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frei

Sidonie Lustig

1020 Wien, Schreigasse 9

Rosenprojekt frei

Sidonie Mann

1090 Wien, Glasergasse 4

Rosenprojekt frei

Sidonie Mantel

1020 Wien, Zirkusgasse 1/8a

frei

Sidonie Morberger

1020 Wien, Nestroyplatz 1/10

Rosenprojekt frei

Sidonie Nagler

1020 Wien, Praterstr. 15

frei

Sidonie Neubauer

1020 Wien, Franz Hochedlingergasse 23/5

frei

Sidonie Paneth

1020 Wien, Schmelzgasse 10

Rosenprojekt frei

Sidonie Pelzel

1030 Wien, Gerlgasse 7/2

frei

Sidonie Perlberger

1090 Wien, Türkenstrasse 31/2

frei

Sidonie Pick

1090 Wien, Strudelhofgasse 14/11

frei

Sidonie Pilzer

1090 Wien, Porzellangasse 22/6

frei

Sidonie Poniquer recte Rawer

1020 Wien, Pazmanitengasse 13/9

frei

Sidonie Popper

1090 Wien, Grünentorgasse 19/20

frei

Sidonie Ratz

1090 Wien, Liechtensteinstrasse 66/6

frei

Sidonie Reinstein

1020 Wien, Nordbahnstrasse 44/25

frei

Sidonie Richter

1160 Wien, Liebhardtgasse 61

Rosenprojekt frei

Sidonie Rosenberg

1090 Wien, Müllnergasse 6

frei

Sidonie Sabinski

1020 Wien, Franz Hochedlingergasse 5/2

Rosenprojekt frei

Sidonie Salczer

1020 Wien, Kleine Sperlgasse 8/3

Rosenprojekt frei

Sidonie Schapira

1190 Wien, Hohe Warte 32

frei

Sidonie Scheer

1020 Wien, Novaragasse 13/14

Rosenprojekt frei

Sidonie Schlesinger

1010 Wien, Schulerstrasse 20/10

Rosenprojekt frei

Sidonie Schneider

1020 Wien, Zwerggasse 4/11

frei

Sidonie Schulhof

1020 Wien, Schiffamtsgasse 20/8

Rosenprojekt frei

Sidonie Schwager

1020 Wien, Haidgasse 5

frei

Sidonie Schwarz

1020 Wien, Grosse Schiffgasse 5/31

Rosenprojekt frei

Sidonie Schwarz

1030 Wien, Radetzkystrasse 5

frei

Sidonie Schwitzer

1010 Wien, Köllnerhofgasse 6/7

Rosenprojekt frei

Sidonie Sonnenschein

1020 Wien, Praterstrasse 50/44

frei

Sidonie Sonnenschein

1090 Wien, Schulz Strassnitzkigasse 7

frei

Sidonie Spitz

1020 Wien, Rembrandtstrasse 5/10

frei

Sidonie Spitzer

1090 Wien, Georg Siglgasse 2/27

Rosenprojekt frei

Sidonie Springer

1080 Wien, Strozzigasse 32-34

frei

Sidonie Stain

1010 Wien, Neutorgasse 8

Rosenprojekt frei

Sidonie Stein

1010 Wien, Börsegasse 12

Rosenprojekt frei

Sidonie Steiner

1010 Wien, Stoss im Himmel 3

frei

Sidonie Stern

1140 Wien, Am Steinhof

Rosenprojekt frei

Sidonie Strasser

1020 Wien, Krummbaumgasse 1

frei

Sidonie Szel

1090 Wien, Hörlgasse 4

Rosenprojekt frei

Sidonie Szidon

1020 Wien, Heinestrasse 29

Rosenprojekt frei

Sidonie Tausz

1020 Wien, Scholzgasse 12

Rosenprojekt frei

Sidonie Teichner

1020 Wien, Krummbaumgasse 1

frei

Sidonie Teweles

1020 Wien, Rembrandtstrasse 22

Rosenprojekt frei

Sidonie Tieder

1060 Wien, Millergasse 43/11

frei

Sidonie Ulmann

1020 Wien, Rotensterng. 31/22

frei

Sidonie Unger

1020 Wien, Grosse Sperlgasse 38

frei

Sidonie Wagner

1020 Wien, Rotensterngasse 23/8

frei

Sidonie Wallenfels

1020 Wien, Lilienbrunngasse 9

frei

Sidonie Wattenmacher

1020 Wien, Grosse Mohrengasse 30/7

Rosenprojekt frei

Sidonie Weihs

1020 Wien, Zirkusgasse 1

Rosenprojekt frei

Sidonie Weiss

1130 Wien, Wattmanngasse 56

Rosenprojekt frei

Sidonie Weiss

1200 Wien, Klosterneuburgerstrasse 48

frei

Sidonie Weiss

1090 Wien, Hörlg. 10

frei

Sidonie Weissenberg

1090 Wien, Porzellangasse 23

frei

Sidonie Weisz

1020 Wien, Herminengasse 14/6

Rosenprojekt frei

Sidonie Wellisch

1070 Wien, Kandlgasse 16/7

Rosenprojekt frei

Sidonie Wessely

1060 Wien, Bürgerspitalgasse 5/8

frei

Sidonie Wolf

1020 Wien, Rembrandtstrasse 35

Rosenprojekt frei

Sidonie Wolfthal

1090 Wien, Glasergasse 24

Rosenprojekt frei

Sidonie Wolkenstein

1090 Wien, Seegasse 3

frei

Sidonie Zeisel

1020 Wien, Gredlerstrasse 10

Rosenprojekt frei

Sidonie Zellich

1090 Wien, Servitengasse 8

Denise Hünerth aus Wien legte an der letzten Adresse
von Sidonie Rosenberg Blumen der Erinnerung nieder.

Sidonie Rosenberg

Geburtsdatum: 21.09.1864 in

Letzter bekannter Wohnort:

1090 Wien, Müllnergasse 6

Deportation

Wien/Theresienstadt am 14.07.1942

Geschichte des Opfers


 
Sidonie (Sara) Rosenberg wurde am 22. September 1864 in Wien geboren. Ebenso wie ihre Eltern Sigmund Mayer und Henriette Mayer, geborene Epstein, war sie jüdischen Glaubens. Am 10. Februar 1884, also mit 19 Jahren, heiratete sie Julius Rosenberg, der am 13. November 1849 in Temesvar geboren worden war. Auffällig ist, dass ihr zukünftiger Ehemann zum Zeitpunkt der Hochzeit schon 34 Jahre alt war, also ein Altersunterschied von immerhin 15 Jahren bestand. Zum Zeitpunkt der Ausstellung des Meldezettels 1941 waren sowohl die Eltern als auch der Ehemann bereits verstorben. Als Beruf ist nur "Private" angegeben. In Lehmanns Wiener Adressverzeichnis, das im Stadt- und Landesarchiv auf Mikrofiche einsehbar ist, findet sich ein Julius Rosenberg mit der Berufsangabe "Priv. Bmt." unter der Adresse Müllnergasse 6 im 9. Bezirk. Sidonie Rosenberg ist nicht verzeichnet, was aber wohl daran liegt, dass zu dieser Zeit die Ehefrauen üblicherweise mit dem Ehemann mit gemeldet waren. Auffällig ist, dass Sidonie 1942 nach einigen Umzügen wieder an genau an dieser Adresse gemeldet war. Ab 1910 haben Julius Rosenberg und seine Frau dann in der Servitengasse 14, ebenfalls im 9. Bezirk gewohnt. 1913 und auch später scheint kein Julius Rosenberg mehr unter dieser Adresse auf; drei andere Männer gleichen Namens, jedoch mit anderen Berufsbezeichnungen, sind unter anderen Adressen eingetragen. Dies weist darauf hin, dass er schon im Laufe des Jahres 1912 gestorben ist. Erst einige Jahre später ist Sidonie Rosenberg als Journalistin und Schriftstellerin in der Servitengasse 14 eingetragen. Sie scheint also zu dieser Zeit schon journalistisch tätig gewesen zu sein. Ihr erstes Buch, das in den Bestand der Nationalbibliothek inkludiert wurde, stammt jedoch erst aus dem Jahr 1925. Bis 1941 wohnte sie an dieser Adresse, bis sie schließlich am 9. April in die Seegasse 8/14 umzog. Dort war sie als Untermieterin von einer Person verzeichnet, deren Name wahrscheinlich als "Hugo Pollak" zu entziffern ist. Am 6. Februar 1942 zog sie dann in die schon erwähnte Müllnergasse, Hausnummer 6/6, wobei "Gem. Wohn." vermerkt ist.  . Der letzte Eintrag betrifft ihre Deportation nach Theresienstadt am 14. Juli 1942.
 

Das nordwestlich von Prag gelegene Theresienstadt war zu dieser Zeit Gestapogefängnis und Ghetto. Im Ghetto lebten ungefähr 140.000 Jüdinnen und Juden, die aus Böhmen, Mähren, dem "Deutschen Reich", Österreich, den Niederlanden und Dänemark stammten, in Angst vor einer weiteren Deportation in eines der Vernichtungslager. Zwischen dem 19. September und dem 22. Oktober 1942 wurden mehr als 19.000 Menschen, die älter als 65 Jahre waren, in so genannten "Altentransporten" in das Vernichtungslager Treblinka und nach Maly Trostinec deportiert. Bis auf drei Menschen wurden dort alle ermordet, auch Sidonie Rosenberg starb im Vernichtungslager von Treblinka, wo von Juli 1942 bis zur Schließung im Herbst 1943 zirka 870.000 Menschen vorwiegend jüdischer Herkunft ermordet wurden. Von den 140.000 Menschen in Theresienstadt starben 33.000 dort, 88.000 wurden in die Vernichtungslager gebracht und ermordet und nur 19.000 erlebten die Befreiung des Ghettos am 20. April 1945.
 

Berufliche Daten


Sidonie Rosenbergs erste journalistische Spuren finden sich im Jahr 1925. In der ersten Ausgabe des Rohö-Frauenblattes1, das zu dieser Zeit schon in Rohö-Flugblatt umbenannt worden war, erschienen zirka zwanzig Kochrezepte, für deren Einsendung den Mitgliedern gedankt wurde. Neun dieser Rezepte stammten von Sidonie Rosenberg. Auch in der zweiten Ausgabe vom 15. Jänner 1925 wurden ihre eingesandten Rezepte veröffentlicht. Diese stellen offensichtlich ihren Einstieg in die Arbeit beim Rohö-Flugblatt dar, denn ab der zwölften Nummer (15.6.1925) schrieb sie auch Artikel, davon gleich vier in dieser Ausgabe. Aus einem Bericht über die Generalversammlung der Rohö aus dem Jahr 1927, der unter anderem die Prämierung von 23 Hausgehilfinnen beschreibt, geht hervor, dass auch Sidonie Rosenberg mindestens 12 Jahre lang eine Hausgehilfin namens Josefine Novak beschäftigt hatte. Zusätzlich zu ihren Artikeln veröffentlichte sie in den Jahren 1925, 1926 und 1928 auch drei Kochbücher, das erste gemeinsam mit Alice Urbach, der "Leiterin von Unterrichtskursen für Vorspeisen und Bäckereien", die beiden anderen in Zusammenarbeit mit Emma Schreiber.


Rosenberg, Sidonie:
Das Kochbuch des Junggesellen. 101 Rezepte für leicht herzustellende Gerichte. Schnellküche
zum Selbstunterricht. Von --- und Emma Schreiber.- Wien (usw.), Perles 1926. 111 S.

Rosenberg, Sidonie:
Das Kochbuch für Feinschmecker. Vorspeisen, Torten, Bäckereien. Wiener Familienrezepte
von --- und Alice Urbach.- Wien (usw.), Perles 1925. 104 S.

Rosenberg, Sidonie:
Das Weekend-Kochbuch für das Weekend-Häuschen. Suppen, kleine Speisen, Fleischspeisen,
Mehlspeisen, Bäckereien, Puddinge, Erfrischungen, Torten, Rouladen u.dgl. 111 praktische
Rezepte. Von --- und Emma Schreiber.- Wien, Perles 1928. 61 S.


Recherchiert von Ulrike Öhlinger




Die Erstellung der Datenbank beruht auf
den vom DÖW - Dokumentationsarchiv des
Österreichischen Widerstandes - zur Ver-
fügung gestellten Forschungsergebnissen.


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